Vorsorge

Das Tiergesundheitsgesetz definiert die Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen. Die allgemeinen Pflichten des Tierhalters bestehen darin, eine Einschleppung von Tierseuchen zu vermeiden, sich Sachkunde über Tierseuchen anzueignen und eine notwendige Bekämpfung bei Ausbruch einer Tierseuche zu planen und umzusetzen (§ 3 TierGesG).

Die Tierseuchenkasse Brandenburg trifft nach § 6 Abs. 2 AGTierGesG Vorhalte- und Vorsorgemaßnahmen, die eine ordnungsgemäße Durchführung der Tötung und Beräumung von Tierbeständen im Tierseuchenfall gewährleisten und übernimmt die Kosten, soweit diese nicht von Dritten getragen werden.

Hierzu hat die Tierseuchenkasse für Geflügel, Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen Dienstleister über Rahmenvereinbarungen gebunden. Die Dienstleister haben seit dem 23.05.2018 ihre Einsatzbereitschaft hergestellt und halten die für Brandenburg notwendige materiell-technische und personelle Basis vor. Im Tierseuchenfall bestehen für die Dienstleister folgende Aufgaben:

Für das Geflügel wurde die TCC-group BV gebunden. Für Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen ist die Vetcon GmbH & Co. KG zuständig. Diese Tierarten werden im Tierseuchenfall von den Dienstleistern zu den in der Rahmenvereinbarung festgelegten Bedingungen getötet.

Tierhalter und Dienstleister schließen einen Werkvertrag ab. Dem Werkvertrag liegen der Leistungsumfang sowie die Bedingungen aus der Rahmenvereinbarung zugrunde. Mit Abschluss des Werkvertrages tritt der Tierhalter seine Ansprüche bezüglich der Erstattung der Tötungskosten an den Dienstleister ab. Damit kann die Tierseuchenkasse dem Dienstleister diese Kosten direkt erstatten.

Zur Alarmierung der Dienstleister im Tierseuchenfall steht den Veterinärämtern ein Abruf-Fax zur Verfügung. In diesem werden alle notwendigen Informationen zu dem betroffenen Bestand eingetragen und vom Amtstierarzt an den zuständigen Dienstleister versandt.